Wer schreibt hier?
Ich bin Naz van Norel.
Vor 27 Jahren habe ich mich für Deutschland entschieden. Nicht als Gastarbeiterin — sondern als Expat, von einem deutschen Konzern aus Istanbul nach München geholt, mit Vertrag und Umzugspaket. Das ist ein Privileg, über das ich später noch viel nachgedacht habe.
Ich habe Elektrotechnik und Politikwissenschaft studiert und 33 Jahre bei Siemens gearbeitet: sechs Jahre in Istanbul, die übrigen hier. Ich kenne die Hallen und die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft von innen, ich kenne den Bürokratie-Wahnsinn, und ich kenne die Blicke, wenn man trotz Qualifikation wieder in eine Schublade gesteckt wird.
Ich habe hier zwei Münchner Kinder großgezogen. Um ihre Zukunft mache ich mir Sorgen — und genau deshalb gibt es diese Seite.
Warum 2061
Das Wort Gastarbeiter gehört in Schwarz-Weiß-Fotos aus den sechziger Jahren: Menschen, die man geholt hat und die eigentlich wieder gehen sollten. Ich nehme diesen Begriff und schiebe ihn hundert Jahre nach vorn. Denn die Frage ist nicht, woher wir gekommen sind. Die Frage ist, was wir hier bauen.
Was Sie hier finden
Texte über Migration, Arbeit und die Zukunft dieses Landes. Über Mut statt Zögern. Über Eigeninitiative statt Opferrolle. Und über ein Deutschland im Jahr 2061, in dem meine und Ihre Kinder mit Zuversicht leben können.
Keine trockenen Vorträge, sondern Geschichten. Manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal unbequem.
Alle Texte gibt es auch zum Hören, gesprochen von mir.
Schreiben Sie mir gern: info@gastarbeiter2061.de